Technologie

Wie funktioniert es?

Damit Sie einen besseren Eindruck davon bekommen, was der Lentikulardruck ist und wie er funktioniert, geben wir Ihnen im Folgenden einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Lentikulardrucktechnik.

Lentikular  bild - Copyright  http://dplenticular.com/technical-info/lenstar-resin/

Der Lentikulardruck lässt sich am besten als ein Verfahren beschreiben, das statische Drucksachen in ein dynamisches und interaktives Medium verwandelt. Der Betrachter wird gleichsam zur Teilnahme an der Erfahrung eingeladen. Dazu werden speziell vorbereitete – im sog. Interlacing-Verfahren mit einander verflochtene – Grafiken mit einer Lentikularlinse kombiniert, und je nach Betrachtungswinkel sieht der Betrachter verschiedene Bilder.

Lentikular Flip Copyright   DDDaniel Pierret

Zum Erstellen eines Lentikularbildes brauchen Sie folglich eine Lentikularlinse und mindestens zwei verschiedene Bilder. Je nach Art der gewünschten Animation können es aber auch mehr Bilder sein. Aber gehen wir zunächst noch nicht zu sehr auf die technische Seite ein.

Die Lentikularfolie hat eine glatte Seite (diese Seite wird bedruckt), und die andere Seite besteht aus winzigen Linsen. Dabei handelt es sich um die optischen Elemente, die den Effekt sichtbar machen. Jede Linse wirkt wie ein Vergrößerungsglas, das den unter ihr liegenden Teil des Bildes je nach Betrachtungswinkel vergrößert anzeigt.

Lentikular Bogen Copyright  http://dplenticular.com/technical-info/lenstar-resin/

Passend zum Typ der Animation und zum verwendeten Druckverfahren für den Lentikulardruck gibt es Lentikularlinsen in verschiedenen Ausführungen. Dabei haben die Linsen jeweils eine andere Dicke und einen anderen Betrachtungswinkel. Die technischen Daten finden Sie im Abschnitt „Produkte“.

Zur Auswahl stehen Lentikularfolien in acht verschiedenen Ausführungen: 75 LPI,  ECOLENS 75 LPI62 LPI, 100 LPI, ECOLENS 100 LPI,  60 LPI, 3D-100 LPI, 150 LPI, 50LPI-M und 40 LPI

 

Ein kleiner Winkel ergibt einen optimalen 3D-Effekt, ein großer Winkel hingegen ist am besten für einen Animationseffekt. Für Animationseffekte können die Linsen vertikal oder horizontal angeordnet sein.

Mit Linsen in horizontaler Anordnung ist das Ergebnis besser, denn der Effekt ist klarer sichtbar und die Gefahr von Geisterbildern ist deutlich geringer.

lenticular animation

Für größere, eher unbewegliche Objekte – etwa ein Plakat oder ein POS-Display – empfiehlt sich die vertikale Anordnung, denn dann muss sich der Betrachter selbst bewegen, und nicht das Objekt.
Lentikular Flip  Produced by Klenke Druck DE

 

Wie entsteht das Lentikularbild?

Lentikular technologie   Copyright http://dplenticular.com/technical-info/lenstar-resin/
Wie bereits erwähnt: Sie brauchen mindestens zwei Bilder. Diese Bilder werden mit einem als „Interlacing“ bezeichneten Verfahren in Photoshop oder einer speziellen Software kombiniert. Ausführliche Informationen zum Vorgehen finden Sie im Abschnitt über Lentikular-Software. Interlacing bedeutet: Die Bilder werden in Streifen zerlegt und in einer Grafik kombiniert (siehe Abbildung). Je nach Betrachtungswinkel isoliert und vergrößert die Linse eines der beiden in Streifen zerlegten Teilbilder. Dadurch ergibt sich der gewünschte Effekt.

So sieht die im Interlacing-Verfahren erstellte Datei aus:

Lentikular Flip Copyright   DDDaniel Pierret

Wir sehen: Jede Linse zeigt Bildinformationen aus beiden Teilbildern (A und B) getrennt je nach Betrachtungswinkel des gedruckten Lentikularbildes.

Lentikullar Flip  Copyright  DDDaniel Pierret
Zur richtigen Darstellung muss das im Interlacing-Verfahren erstellte Bild vor dem direkten Druck auf die Rückseite der Lentikularfolie „gespiegelt“ werden.

Weitere Informationen zum Interlacing-Verfahren in Photoshop

  • Archiv

  •  

    Solar system morph-ecolens lenticular giraffe-ecolens lenticular Morph Flip Budapest